In diesem Blogbeitrag finden Sie zwei Techniken: die Vier-Felder-Tafel-Methode und die Gummiband-Methode, die beide hervorragend bei wichtigen Entscheidungen in Unternehmen unterstützen.

Je weitreichender und folgenträchtiger eine Entscheidung ist, desto schwerer tun wir uns naturgemäß sie zu treffen. Wenn es besonders viele Facetten gibt, viele Menschen daran hängen und eine Menge Geld, ist es schwer, bei all den Argumenten einen Überblick zu behalten. Gerade Führungskräfte im Management stehen immer wieder vor der Herausforderung, im Sinne ihres Unternehmens und im Sinne der Mitarbeiter zu handeln. Die Entscheidungsfindung im Business ist es oft, weswegen Coaches gerufen werden. Ich erinnere mich noch gut, als ich eine Firma beraten habe, die expandieren wollte und dazu verschiedene Optionen hatte.

Vier Felder geben Übersicht bei der Entscheidungsfindung

Für die Vier-Felder-Entscheidungstechnik – hier ein Extra-Download zur Vorlage – notieren Sie sich zur Umsetzung das Anliegen auf der Vorlage. Beantworten Sie die diesbezüglichen Fragen aus den Quadranten stichpunktartig:

Wie ist der jetzige Ist-Zustand?
Was wäre der Soll-Zustand?
Welche Widerstände haben Sie diesbezüglich zu nehmen?
Welche Lösungen bieten sich dafür an?

Die Vier-Felder-Tafel-Methode liefert Ihnen einen guten Überblick zur Ausgangssituation.
Entscheidend ist: Sie sollten entsprechend handeln!

Ein Fallbeispiel zur Vier-Felder-Tafel-Methode

Das mittelständische Unternehmen stand vor der Entscheidung, zusätzliche Räume zu mieten oder komplett umzuziehen und an einem neuen Standort zu bauen. Von der Entscheidung hing Vieles ab, doch auf den ersten Blick waren die Prioritäten nicht leicht zu setzen. Ich legte den Führungskräften die Vier-Felder-Tafel-Methode vor und ließ sie die einzelnen Bereiche jeweils für ihre Abteilungen beantworten. Dabei stellte sich dann übereinstimmend heraus, dass es emotionale Einwände von Seiten der Mitarbeiter gab, die nicht zu vernachlässigen waren.

Ein Nebeneffekt dieses Entscheidungsfindungsprozesses war dabei, dass man deutlich sehen konnte, wie sehr die Mitarbeiter hinter ihrem Unternehmen standen. Sie befürchteten, dass verschiedene interne Abläufe nicht mehr so reibungslos funktionieren, wenn die Firma auf zwei Standorte aufgeteilt werden würde. Letztendlich fiel dann die Entscheidung, als ganzes Unternehmen zu einem neuen Standort umzuziehen.

Klare Struktur erleichtert die Bestandsaufnahme – Entscheidung leicht gemacht!

Gerade durch ihre sehr klare Strukturierung ist die Vier-Felder-Tafel-Methode besonders geeignet, Entscheidungen auf einer soliden Basis zu treffen. Sehr klar zeigt sich welche Aspekte nebensächlich und welche relevant sind. Die Entscheidungsfindung im Business wird sehr oft mithilfe dieser Methode vollzogen. Komplexe Zusammenhänge werden transparent und es ist innerhalb einer sehr überschaubaren Zeitspanne möglich, Probleme so zu identifizieren, sodass es zur Lösung nur noch ein kleiner Schritt ist. Die wichtigsten Aspekte werden in den vier Feldern betrachtet.

Nutzen Sie gern diese Vorlage der Vier-Felder-Tafel-Methode als Extra-Download

Entscheidungen treffen mit der Gummiband-Methode

Oft beschreiben Menschen, die sich gerade mitten in einem Entscheidungsprozess befinden, ihre Gefühlslage als „zerrissen“. Tatsächlich sind es verschiedene Pros und Kontras, die uns jeweils in ihre Richtung ziehen wollen. Um bei diesem Bild zu bleiben, hilft es, sich vorzustellen, es würde nicht mit einem festen Seil, sondern mit einem Gummiband gezogen. Es gibt viele Situationen, in denen gerade die Gummiband-Methode die richtige ist, um zu seiner eigenen perfekten Entscheidung zu kommen. Als Beispiel möchte ich hier ein Coaching einer Führungskraft aufzeigen, die mich während meiner Business-Coaching-Zeit konsultierte. Sie hatte ein gutes Angebot eines anderen Unternehmens erhalten und überlegte, ihre derzeitige Firma zu verlassen.

Bei der Gummiband-Methode geht es nicht nur um eine Pro- und Kontra-Liste.


Nutzen Sie gern diese Vorlage zur Gummiband-Methode als Extra-Download

Nein, hier wird bewusst positiv formuliert. „Was hält mich?“ und „Was zieht mich?“ sind die beiden entscheidenden Fragen. Hier wird der Tatsache Rechnung getragen, dass bei einer Entscheidung nicht zwischen einer interessanten Möglichkeit A und einer genauso interessanten Möglichkeit B zu wählen ist. Stattdessen wählt man zwischen etwas, das man schon hat bzw. kennt und etwas anderem, das man bekommen könnte. Diese Möglichkeit kann im Endeffekt besser, aber auch schlechter sein als der Ist-Zustand.

Gehen oder bleiben? Die Gummiband-Methode gibt den Ausschlag

Bei dieser Art von Entscheidung spielt der emotionale Aspekt eine besonders wichtige Rolle. Letztendlich geht es hier um Verantwortung bzw. nachträgliche Schuldgefühle. Wenn eine Entscheidung zwischen dem unbekannten A und dem unbekannten B falsch ist, hat man Pech gehabt. Man hat ja nichts falsch gemacht, konnte es vielleicht nicht besser wissen. Wenn man aber etwas, das man kannte und mit dem man gut zurecht kam (in unserem Beispiel der Job der abgeworbenen Führungskraft) für etwas anderes aufgegeben hat, kann es gut sein, dass man später mit dieser Entscheidung hadert und sie bereut.

Die Gummiband-Methode lotet auch aus, wie man emotional dazu steht.

Wenn man sich also letztlich entscheidet, die bisherige Firma zu verlassen, den Job für einen unbekannten, wenn auch vielversprechend klingenden Neuen aufzugeben, ist es umso wichtiger, dass man zu 100 Prozent hinter dieser Entscheidung steht.


Wertvolle Ergänzung: Die „Sofort-Ja-Nein-Technik“

Beide Methoden lassen sich exzellent verfeinern. Nutzen Sie dafür gern meine „Sofort-Ja-Nein-Technik


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