Der Herbst hat Einzug erhalten, es ist nasskalt und ungemütlich draußen und die Natur richtet sich auf den Stillstand ein – den Winter. In diesen Wochen erleben auch viele Menschen, dass sie innehalten – im besten Fall um einmal gründlich nachzudenken – meistens aber, weil sie das Gefühl haben, festgefahren zu sein und auf der Stelle zu treten. Immer wieder kommt es im Coaching für Frauen zu so einer Phase: Die Klientin hat erkannt, wo ihr Problem liegt und wie sie es angehen kann, doch es hapert plötzlich mit der Umsetzung.

Coaching für Frauen – Wie äußere Einflüsse uns innen bewegen

An dieser Station greife ich immer gerne in meine Trickkiste. Die Erfahrung hat gezeigt, dass man innere Entwicklungen oft ganz einfach anschieben kann, indem man außen etwas verändert. Ein gutes Beispiel stammt aus der Zeit, als ich in Unternehmen tätig war. In einem mittelständischen Betrieb blieb mir nur ein Tag zur Vorbereitung, es galt, Führungskräfte zu unterstützen, die sehr gestresst waren und wieder mehr Biss bekommen sollten. Bei einem Mann fiel mir gleich auf, dass er eine merkwürdige Körperhaltung hatte. Immer wieder ließ er die Schultern nach vorne fallen und wirkte dadurch schon auf den ersten Blick hin wenig kompetent und aufrecht. Im Gespräch bemerkte ich auch, dass er Schwierigkeiten dabei hatte, seinem Gegenüber in die Augen zu schauen. Ich erklärte ihm, wie wichtig die eigene Haltung sei und ich bat ihn, sich ein großes Pflaster zu besorgen, das er sich über die Schultern kleben sollte. So, dass es automatisch spannte, wenn er wieder in die gebückte Position gehen wollte. Das ist ein ganz einfacher Trick, bei ihm hatte er aber eine grandiose Wirkung. Nach ein paar Wochen bekam ich die Rückmeldung von seinen Kollegen, dass sich seine Ausstrahlung verändert hätte. Gespräche, die er nun mit seinen Mitarbeitern führte, verliefen völlig anders als früher.

Die äußere Dynamik übertrug sich schnell auch auf sein eigenes Selbstbild.

Im Grunde steckt dahinter dieser alte Kniff, den Mitarbeiter von Callcentern ebenfalls beherrschen: Lächelt man bei Telefonieren, so klingt die eigene Stimme gleich viel freundlicher. Manchmal helfen auch Bilder, die man nur im Kopf hat. Stellt man sich vor, dass man an seinen Mundwinkeln rechts und links Fäden hat, die diese nach oben ziehen, so lächelt man auch sichtbar viel leichter. Ganz schnell werden dann Hormone frei und wir werden fast automatisch gut gelaunt.

 

Ein anderer Trick, sich wieder in Bewegung zu versetzen, ist das Aufräumen.

Wenn ihr das Gefühl habt, euer Selbstfindungsprozess hakt, eure persönliche Entwicklung stagniert, dann nehmt euch euer Zuhause vor. Es hat Sinn, die Wohnung, das Haus aufzuräumen, wenn es mit dem Aufräumen des eigenen Lebens gerade nicht weitergeht! Menschen, die im Büro Nippes ansammeln, sind oft gerade diejenigen, die sich auch im Leben von Kleinkram nicht trennen können und vor lauter nebensächlichen Dingen das Wesentliche aus den Augen verlieren. Wer sich gezielt einen Schrank, oder auch nur eine Schublade einmal vornimmt, der wird schnell merken, dass etwas in Bewegung gerät. Es übt auch unseren Geist, wenn wir in Bezug auf Gegenstände abwägen „was brauche ich, was kann weg?“.

Vom Empfinden der Ohnmacht geraten wir wieder in eine aktive Rolle.

Hinzu kommt, dass wir anschließend sehen, was wir geschafft haben. Was haben wir weggeworfen, wovon haben wir uns ganz bewusst getrennt und was haben wir nun Wertvolles wieder griffbereit, weil der übervolle Schrank nun endlich wieder gut sortiert und aufgeräumt ist? Draußen kann der Winter jetzt gerne kommen, solange wir dafür sorgen, dass der Stillstand nicht in unseren Kopf gerät.
Weitere Informationen zur Ratz-Fatz-Technik erhältst du hier.
Ich wünsche dir eine gemütliche Zeit!

 

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