Kennst du das auch? Du weißt genau, was du nicht willst: Was dich stört, langweilt, bremst oder behindert. Du siehst überall die Dinge, die nicht rund laufen. Viel besser wäre es aber, wenn du wüsstest, was du stattdessen willst! Der Schlüssel dazu ist: „Selbstbeobachtung“.

Immer wieder habe ich in meinem Leben in die Werkzeugkiste meiner jahrzehntelangen Coaching-Erfahrung gegriffen, das Tool „Selbstbeobachtung“  (HIER GIBT ES EIN WEBINARAUFZEICHNUNG DAZU) hat mir schon aus mancher schwierigen Phase herausgeholfen. Besonders wirkungsvoll war es aber in der Zeit, als unsere große Tochter ins Internat gezogen war: Damals hatten wir auch ihre jüngere Schwester in einer Privatschule in der gleichen Gegend untergebracht und wir beschlossen, dass ich für ein Jahr mit ihr dort in eine Wohnung ziehen sollte. In dieser Zeit, im ländlich geprägten Mecklenburg-Vorpommern, waren wir in einer ganz besonderen Situation. Für die beiden Mädchen hatte eine neue, aufregende Zeit begonnen und ich stand plötzlich an der Schwelle dazu, sie gehen zu lassen. Was bei anderen Eltern erst viel später passiert, damit war ich plötzlich konfrontiert. (Siehe dazu auch meinen Artikel über das Empty-Nest-Syndrom ) Doch die Zeit in der fremden Umgebung war auch für mich eine Chance. Während ich in unserem Heimatdorf an jeder Ecke Bekannte traf, war ich hier völlig unbekannt. Ich erlebte eine Anonymität, die mir einerseits ein Gefühl der Einsamkeit vermittelte, andererseits machte mich das aber auch frei und unbefangen.

Der Blick wird klar, wenn du raus aus allem bist!

Jeden Morgen ging ich an den Seen der Umgebung spazieren. Genau achtete ich darauf, ob mein Blick eher in die Ferne gerichtet war, direkt auf die Gegend in meiner unmittelbaren Nähe oder nach innen zu mir selbst. Auch meiner Ehe tat diese Zeit der Trennung gut. Wir telefonierten viel und sahen uns am Wochenende. Zum ersten Mal seit langer Zeit fühlte ich mich vollkommen frei und unbeschwert. Ohne die üblichen Pflichten, die ein Leben in einem großen Haus und gesellschaftlichen Verpflichtungen mit sich bringt, weitab von meinem normalen Umfeld, konnte ich mich ganz auf mich selbst konzentrieren. Meine Tage begann ich mit dem so genannten Morgen-Schalter. 15 Sekunden lang – und das tue ich bis heute jeden Morgen – widme ich mich ganz dem vorrangigen Ziel meines Tages. Der amerikanische Management-Berater Al Secunda hat diese Technik entwickelt. Die Lebens- und Arbeitsgewohnheiten erfolgreicher Menschen hatte er intensiv erforscht, am Ende war ihm klar, dass eigentlich 15 Sekunden nach dem Aufwachen genügen, um Entscheidendes anzustoßen. Das ist genau die Zeit, in der sich unsere Psyche mit dem Unterbewusstsein abstimmt. Wie das Anschieben eines Autos mit leerer Batterie funktioniert das. Nach 15 Sekunden hat man den Trägheits-Moment des Wagens überwunden, wenn das Auto dann rollt, wird das Schieben sofort einfacher. Ähnlich ist es mit der Wirkung von Energie auf unser Bewusstsein.

Wenn ich heute an dieses Jahr zurückdenke, habe ich gemischte Gefühle. Auf der einen Seite stand die wichtige Entscheidung über die schulische Zukunft unserer jüngsten Tochter an. Sollte auch sie – wie ihre Schwester – wirklich ab der fünften Klasse ein Internat besuchen? Während sich langsam herauskristallisierte, dass genau das der richtige Weg sein würde, war ich ebenfalls in einer besonderen Situation. Als einzige der Internats-Mütter war ich in diese Gegend gezogen, wurde deswegen auch von anderen mitunter komisch angesehen. Die Kraft, mich davon nicht beirren zu lassen, hatte ich eindeutig durch mein hilfreiches Tool der Selbstbeobachtung. Immer wieder hinterfragte ich unsere Überlegungen und spürte in mich hinein, wo meine ganz persönliche Reise hingehen würde. Die erprobte Methode funktioniert überall. Meine Empfehlung aber: Besonders intensiv gelingt das Erforschen der eigenen Wünsche und Bedürfnisse, der Lebensziele, wenn du aus allem raus bist: Hast du eine alte Schulfreundin, die du für ein paar Tage besuchen kannst? Oder nimm dir ein Zimmer in einer fremden Stadt! Manchmal muss man die Dinge aus der Distanz betrachten: Weit von allem weggehen, um dann bei sich selbst anzukommen.

 

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