Worte wie „Depression“ und „Selbsthilfegruppe“ tauchen auf, wenn man bei Google „Empty-Nest-Syndrom“ eingibt. Dieser Begriff, der die empfundene Leere im Leben von Eltern beschreibt, wenn ihre Kinder nach rund zwei Jahrzehnten das Zuhause verlassen, wird oft im Netz gesucht. Erstaunlicherweise taucht dabei nur selten der Begriff „Internat“ auf.

Dabei ist der Besuch eines Internats ein tiefer Einschnitt in das Familienleben.

Die Beziehung zwischen Kindern und Eltern verändert sich, nach dem Auszug fühlen sich insbesondere die Mütter regelrecht verlassen.

Manche fallen in eine tiefe Krise, ein Gefühl der Leere stellt sich ein, denn die Abnabelung geschieht ja viel zu früh.

Mag die Gruppe der betroffenen Frauen – sie leiden grundsätzlich stärker als ihre männlichen Partner darunter – auch relativ klein sein, so macht das ihre Betroffenheit nicht weniger dramatisch. Im Gegenteil, diese Frauen stehen mit einem Problem, das sie aus heiterem Himmel und völlig unvorbereitet getroffen hat, allein auf weiter Flur. Sie fühlen sich unverstanden mit ihrer Trauer. Bis sie ihrem Leben eine neue Ausrichtung geben können, aus der Krise eine Chance kreieren, braucht es Zeit.

Erst kürzlich wurde ich durch eine Klientin, die sich akut in dieser Lage befindet, daran erinnert, dass ich selbst auch diese Erfahrung hatte machen müssen. Meine Kinder hatten aufgrund einer festgestellten Hochbegabung dauerhafte Probleme in der Schule gehabt. Für sie gab es letztlich keine andere Möglichkeit, sie optimal zu fördern. Auch ich war damals in ein tiefes Loch gefallen. Lange, bevor man sich darauf vorbereitet hat, dass die Kinder selbständig werden und ihr eigenes Leben leben, werden sie aus der vertrauten Umgebung gerissen. Auch wenn man vom Verstand her weiß, dass es keine andere Möglichkeit gibt: Die Seele leidet.

Die Solidargemeinschaft der Mütter fehlt!

Hinzu kommt, dass die Wegbegleiterinnen, die anderen Mütter aus der Umgebung, mit denen man bisher alles kleinen und großen Probleme rund um die Kinder besprechen konnte, von dieser Situation vollkommen unberührt sind. Ich kann mich noch genau an das Gefühl erinnern, während ich sonntagabends auf dem Heimweg war, nachdem ich die Kinder beim Internatsbus abgeliefert hatte.

Ich fühlte mich einsam und war traurig.

Bei allen sachlichen Gründen, die dafürsprachen, bei all dem Positiven, was meine Kinder über ihren neuen Schulalltag berichteten, war da doch diese Trauer in mir. Schlimm war es auch, wenn ich in unserer Straße an den anderen Häusern vorbeifuhr, wo ich in den erleuchteten Zimmern die anderen Familien beim gemeinsamen Abendessen sitzen sehen konnte. Wie ihr Alltag aussah, wusste ich nur zu genau. Auf mich aber wartete ein Montagmorgen, an dem mein Mann das Haus verlassen würde und ich den Tag / die Woche selbst mit Sinn füllen müsste.

Damals dauerte es eine Weile, bis ich darauf kam, dass genau hier meine oft erprobten Coaching-Tools helfen konnten.

Denn das Empty-Nest-Syndrom, auch in seiner verschärften Form, wenn es einen unvorbereitet trifft, bietet neben all dem Schmerz auch wunderbare Chancen. Sie sehen diese nur anfangs nicht. Hinter der Trauer und der Frustration sind sie verborgen und es fehlt Ihnen die Tatkraft, die Kummerbrocken zu packen und Stück für Stück wegzuräumen. Die plötzlichen Veränderungen im Familienleben, die man ja letztendlich selbst mit herbeigeführt hat, in dem man die komplexe und weitreichende Entscheidung für den Internatsbesuch traf, kann nicht sofort als Chance für einen Neubeginn begriffen werden.

Die Trauer und die Krise sollte man bewusst durchleben und sich dabei auch Hilfe suchen.

Genau deswegen ist ein individuelles Coaching so wertvoll. Hierbei biete ich Frauen, deren Kinder im Internat leben die Möglichkeit, ihre persönliche Situation zu durchleuchten. Zu erkennen worum es geht und in welche Richtung ihr Leben nun weitergehen kann.

Die eigenen Stärken entdecken

Ich habe in dieser für mich so schwierigen Zeit viel Neues an mir selbst entdeckt. Was ich im Alltag oft als eine Art Überempfindlichkeit betrachtet hatte, war in Wahrheit eine ganz große Sensibilität. Weil ich anders und intensiver die Dinge wahrnehmen konnte, hatte ich manche Situationen nicht mit der gleichen Sorglosigkeit gemeistert wie andere Menschen. In diesen Tagen und Wochen nachdem meine Kinder ins Internat gezogen waren, fand ich mithilfe meines eigenen Coaching-Programms heraus, was ich von meinem weiteren Leben erwartete. Heute weiß ich, dass diese Zeit wertvoll war.

Wenn auch Sie Unterstützung im Coaching suchen, für deutlich mehr als „nur“ gegen das Empty-Nest-Syndrom, dann rufen Sie mich an! In einem unverbindlichen Vorgespräch können wir miteinander herausfinden, wie ich Sie in dieser Situation unterstützen kann.

Ihre Petra Moje

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