Sich selbst verlieren kann leise geschehen. In dieser Entwicklungsgeschichte erzählt Maren, wie sie immer für andere da war, obwohl ihre eigene Kraft längst nicht mehr reichte. Sie übernahm, was andere nicht schafften, und hoffte, dadurch gesehen und wertgeschätzt zu werden. Während ihrer Begleitung mit MEVOLYs und dem LICHT-Besprechen erkannte sie, warum ihr ein Nein so schwerfiel – und was sich verändern musste, damit sie in ihrem eigenen Leben wieder vorkam.
Sich selbst verlieren: Was bedeutet das?
„Sich selbst verlieren“ bedeutet, die eigenen Bedürfnisse und Grenzen immer weiter in den Hintergrund zu stellen. Die Aufmerksamkeit richtet sich zunehmend darauf, was andere brauchen oder erwarten. Für die Frage „Wie geht es mir eigentlich – und was kann ich noch tragen?“ bleibt kaum Raum.
Sich selbst verlieren beginnt meist mit kleinen Entscheidungen: eine weitere Aufgabe übernehmen, wieder einspringen oder das eigene Nein zurücknehmen, damit niemand enttäuscht ist. Nach außen funktioniert der Alltag weiter. Innerlich reicht die Kraft längst nicht mehr. Maren erlebte genau diesen Widerspruch. Ausgerechnet die Geburtstagsfeier ihres Sohnes brachte sie an einen Punkt, an dem sie nicht länger darüber hinweggehen konnte.
Ich erzähle meine Geschichte hier unter dem Namen Maren. Damals hätte ich nicht gesagt, dass ich dabei war, mich selbst zu verlieren. Ich wusste nur: Ich kann nicht mehr.
Als die Geburtstagsfeier meines Sohnes zu viel wurde
Mein Sohn wollte seinen Geburtstag bei uns zu Hause feiern. In einer anderen Zeit hätte ich sofort zugesagt. Ich hätte eingekauft, alles vorbereitet und dafür gesorgt, dass es schön wird. Dieses Mal machte mir schon der Gedanke an die Feier so viel Druck, dass ich wusste: Das schaffe ich nicht mehr.
Sein Vater lebte erst seit wenigen Wochen nicht mehr bei uns. Für meinen Sohn war ohnehin schon vieles anders geworden. Nun sollte ich ihm auch noch sagen, dass sein Geburtstag nicht bei uns zu Hause stattfinden konnte. Das fühlte sich furchtbar an. Ich wollte ihm diese Freude ermöglichen. Ich wollte nicht die Mutter sein, die nach all den Veränderungen auch dazu Nein sagte.
Gleichzeitig war ich an einem Punkt angekommen, an dem wirklich nichts mehr ging. In mir war nur dieser Gedanke: Wenn das jetzt noch obendrauf kommt, bekomme ich einen Nervenzusammenbruch. Ich konnte die Feier nicht vorbereiten und auch nicht so tun, als würde ich es irgendwie noch schaffen.
Also sagte ich meinem Sohn, dass die Feier dieses Mal nicht bei uns stattfinden könne und er nach einer anderen Lösung suchen müsse. Schon während ich es aussprach, meldete sich mein schlechtes Gewissen. Eine Mutter muss ihrem Kind doch eine Geburtstagsfeier ermöglichen, dachte ich. Gerade jetzt. Ein Teil von mir wollte sofort zurückrudern. Aber ich wusste: Wenn ich dieses Nein zurücknahm, ging ich wieder über meine eigene Grenze hinweg.
Ich brachte die Gartenlaube bei Freunden in der Nachbarschaft ins Gespräch. Vielleicht konnte er dort fragen. Die jungen Leute könnten alles selbst vorbereiten und im Garten feiern – nur eben nicht bei uns zu Hause. Mein Sohn fragte seine Freunde, und tatsächlich fand sich dort eine Möglichkeit.
Seine Feier konnte stattfinden. Für mich war damit trotzdem nicht einfach alles gut. Ich hatte ihm seinen ursprünglichen Wunsch nicht erfüllen können. Gleichzeitig hatte ich zum ersten Mal laut gesagt, was ich innerlich längst wusste: Ich kann das nicht mehr.
Dieses Nein tat weh. Aber ich blieb dabei.
Immer für andere da sein, bis die Kraft nicht mehr reicht
Als ich zu Petra kam, war ich vollkommen erschöpft. Ich hatte Panikattacken und Migräne. Dazu kamen Schlafstörungen und weitere körperliche Beschwerden. Auch meine Ehe belastete mich. Die Frage nach einer endgültigen Trennung stand im Raum, doch ich wusste nicht, welcher Weg für mich richtig war.
Trotzdem funktionierte ich weiter. Ich erledigte zu Hause, was anfiel, und übernahm Aufgaben in der Nachbarschaft. Außerdem fühlte ich mich für ein schulisches Ehrenamt verantwortlich. Wenn irgendwo etwas liegen blieb, sprang ich ein. Ich war eben diejenige, die sich kümmerte.
Ich merkte, dass meine Kraft nicht reichte. Sobald jemand etwas brauchte, schob ich dieses Gefühl wieder beiseite. Ausruhen wollte ich mich später. Erst sollte der Alltag laufen. Nur war nie wirklich alles erledigt. Mein Körper meldete sich längst, und ich machte trotzdem weiter. Dass ich dabei war, mich selbst zu verlieren, hätte ich damals nicht erkannt. Ich dachte immer, etwas anderes sei gerade wichtiger.
Warum mir ein Nein so schwerfiel
In den Gesprächen mit Petra wurde mir klar, dass hinter meinem ständigen Kümmern noch etwas anderes steckte. Ich wollte gesehen und wertgeschätzt werden. Wenn ich gebraucht wurde, fühlte ich mich wichtig.
Das geschah nicht mit Absicht. Ich dachte nicht: Wenn ich das jetzt mache, bekomme ich Anerkennung. Jemand brauchte Hilfe, und ich sagte Ja. Bei einem Nein hatte ich sofort das Gefühl, jemanden zu enttäuschen. Ich hätte einfach gesagt: Ich bin verlässlich. Ich lasse die anderen nicht hängen. Wie viel Kraft mich das kostete, zeigte ich kaum.
Meine Familie sah vor allem die Frau, die vieles schaffte. Dass ich erschöpft war und selbst Unterstützung brauchte, sagte ich selten deutlich. Ich hoffte, jemand würde es von allein merken. Gleichzeitig hörten die anderen von mir immer wieder: Ich mache das schon.
Auf die Veränderung meiner Familie warten
Am Anfang schaute ich vor allem darauf, was meine Familie nicht tat. Ich fühlte mich mit vielem allein gelassen, und dafür gab es Gründe. Meine Überlastung lag nicht nur an meinem eigenen Verhalten. Trotzdem wartete ich darauf, dass die anderen endlich merkten, wie es mir ging. Sie sollten mehr übernehmen und selbst erkennen, wann es mir zu viel wurde. Doch ich sagte weiterhin: Ich mache das schon.
Das war keine angenehme Erkenntnis. Die anderen hatten ihren Anteil an unserer Situation. Aber ich konnte nicht darauf warten, dass sie den ersten Schritt machten. Ich musste aussprechen, was ich nicht mehr schaffte.
Eigene Bedürfnisse erkennen: Als das innere Rollo hochging
Zu Beginn nahm ich die MEVOLYs aus der BASIS-BOX ein. Später kamen MEVOLY No. 2 „Inner Power“ und MEVOLY No. 7 „GRENZEN SETZEN“ hinzu. Petra wählte sie individuell für mich aus. Die Anwendung begleitete sie zusätzlich mit Aura-Analysen und täglichen Frequenzen.
Die MEVOLYs nahmen mir keine Entscheidung ab. Meine Lebenssituation war auch nicht plötzlich eine andere. Aber ich begann, Zusammenhänge zu sehen, die ich vorher nicht erkannt hatte. Dafür fand ich ein Bild, das bis heute genau passt:
„Es war, als würde in mir ein Rollo hochgezogen.“
Ich merkte früher, wenn mir etwas zu viel wurde. Vorher hatte ich dieses Gefühl sofort kleingeredet: Stell dich nicht so an. Das geht schon noch. Andere schaffen das doch auch. Nun hielt ich wenigstens kurz inne. Ich musste noch keine Lösung haben. Zunächst reichte der Gedanke: Das kann ich gerade nicht.

„Es war, als würde in mir ein Rollo hochgezogen.“ Maren begann wahrzunehmen, was sie nicht länger übergehen konnte. KI-Bild.
Was sich beim LICHT-Besprechen zeigte
Beim LICHT-Besprechen sah ich immer deutlicher, wie sehr mein Wunsch nach Anerkennung mit meinem ständigen Kümmern zusammenhing. Petra sagte mir nicht, was ich tun sollte. Auch die Entscheidung über meine Ehe konnte sie mir nicht abnehmen. Ich sollte selbst wieder klarer sehen können, was in meinem Leben geschah.
Für die anderen war ich die Verlässliche. Dass auch ich Hilfe brauchte, konnten sie kaum sehen, weil ich diese Seite selten zeigte. Irgendwann konnte ich das, was mich daran so schmerzte, in einen Satz fassen:
„Gebrauchtwerden ist nicht dasselbe wie Gesehenwerden.“
Dieser Satz traf etwas in mir. Ich war oft gebraucht worden und hatte mich trotzdem nicht gesehen gefühlt. Wenn sich daran etwas ändern sollte, musste ich mich zeigen – nicht nur mit dem, was ich leistete. Ich musste auch sagen, wenn ich erschöpft war oder etwas nicht mehr übernehmen konnte. Ein Nein wurde dadurch nicht plötzlich leicht. Mein schlechtes Gewissen war weiterhin da. Aber ich hielt es nicht mehr automatisch für den Beweis, dass mein Nein falsch war.
Nein sagen lernen, obwohl es sich nicht gut anfühlt
Nach dem Nein zur Geburtstagsfeier fragte ich mich noch eine ganze Weile, ob ich mich nicht doch hätte zusammenreißen müssen. Früher hätte mein schlechtes Gewissen gewonnen. Ich hätte die Feier übernommen und irgendwie funktioniert. Danach wäre es mir vermutlich noch schlechter gegangen.
Dieses Mal hielt ich aus, dass sich meine Entscheidung nicht gut anfühlte. Dass mein Sohn mit seinen Freunden selbst eine Möglichkeit fand, zeigte mir etwas, das ich vorher kaum zugelassen hatte: Ich musste nicht alles übernehmen, damit etwas Schönes stattfinden konnte. Mein Nein bedeutete nicht automatisch, dass ich jemanden im Stich ließ.
Sich selbst verlieren im Alltag: Wenn ich wieder alles übernehmen wollte
Nach dieser Erfahrung folgten weitere Entscheidungen. Aufgaben im Haushalt wurden in meiner Familie neu verteilt. Verpflichtungen in der Nachbarschaft gab ich ab. Auch mein schulisches Ehrenamt beendete ich zunächst. Das waren für mich keine Kleinigkeiten. Über diese Aufgaben hatte ich lange gespürt, dass ich gebraucht wurde. Sie abzugeben hieß auch, einen Teil meiner vertrauten Rolle loszulassen.
Im Alltag bemerkte ich, wie schnell ich wieder eingreifen wollte. Wenn etwas liegen blieb, dachte ich sofort: Bevor es niemand macht, erledige ich es eben selbst. Genau so hatte ich dafür gesorgt, dass vieles an mir hängen blieb, obwohl ich mir Entlastung wünschte. Aufgaben abzugeben bedeutete, den anderen wirklich Raum zu lassen. Etwas durfte später erledigt werden oder anders, als ich es selbst gemacht hätte. Das gelang mir nicht immer. Ich übernahm auch wieder etwas und merkte erst hinterher, dass ich es gar nicht gewollt hatte. Aber ich bemerkte es früher als zuvor.
Ich wollte mich nicht von meiner Familie abwenden. Es ging auch nicht darum, plötzlich nur noch an mich zu denken. Ich wollte nur nicht länger so tun, als wäre mein eigenes Befinden bei unseren Entscheidungen unwichtig.
Eigene Bedürfnisse erkennen, bevor die Kraft aufgebraucht ist
Zu Beginn der Begleitung hatte ich Petra von meinen Panikattacken, meiner Migräne, den Schlafstörungen und weiteren körperlichen Beschwerden erzählt. Im Verlauf der sechs Wochen gingen die Panikattacken und einige meiner Beschwerden zurück. Ich schlief erholsamer und fühlte mich zeitweise ruhiger. Früher hatte ich die Signale meines Körpers zwar wahrgenommen, meinen Alltag aber trotzdem unverändert fortgesetzt. Meine Frage lautete immer nur: Wie schaffe ich es trotzdem? Jetzt versuchte ich, früher hinzuhören.
Nicht immer wusste ich sofort, was richtig war. Manchmal wusste ich nur: Das ist mir gerade zu viel. Früher hätte ich diesen Gedanken gleich beiseitegeschoben. Nun nahm ich ihn ernst genug, um nicht im selben Augenblick wieder zuzusagen. Meine körperlichen Reaktionen waren dadurch nicht einfach verschwunden. Verändert hatte sich, was ich mit diesen Warnungen machte. Bevor mein gewohntes Ja herausrutschte, fragte ich mich häufiger: Kann ich das gerade wirklich? Oder sage ich nur zu, weil ich niemanden enttäuschen möchte?
Sich selbst wiederfinden, obwohl meine Ehe ungeklärt blieb
Nach etwa sechs Wochen war mein Leben keineswegs geordnet. Die Situation in meiner Ehe war weiterhin offen. Auf die Frage nach einer möglichen Trennung hatte ich noch keine Antwort. Auch meine Erschöpfung war nicht vollständig verschwunden. Trotzdem sah ich meinen Alltag anders. Zuvor hatte ich vor allem wahrgenommen, was die anderen nicht taten und was deshalb bei mir landete. Nun fiel mir früher auf, wenn ich selbst wieder Ja sagte, obwohl meine Kraft nicht reichte.
Ich hatte noch keinen fertigen Plan. Mich selbst wiederzufinden begann für mich viel kleiner. Ich fragte mich genauer, warum ich etwas zusagte. Wollte ich dieses Ja wirklich geben? Oder hatte ich Angst vor der Reaktion auf ein Nein?
Mein Wunsch nach Anerkennung war weiterhin da. Ich erkannte nur schneller, wenn er meine Entscheidung bestimmte. Auch wartete ich nicht mehr ausschließlich darauf, dass meine Familie meine Erschöpfung von allein bemerkte. Ich sprach klarer aus, was ich leisten konnte und was nicht.
Der Schleudergang: Wenn das Gewohnte in Bewegung gerät
Für diese Wochen fand ich noch ein zweites Bild: „Diese Wochen fühlten sich wie ein Schleudergang an.“
So war es wirklich. Vieles, was lange fest zu meinem Leben gehört hatte, geriet in Bewegung. Aufgaben waren nicht mehr automatisch meine Aufgaben. Auch die Vorstellung, immer verlässlich und belastbar sein zu müssen, passte nicht mehr zu dem, was ich inzwischen über mich wusste. Ein Schleudergang ist unruhig. Genauso fühlte sich diese Zeit an. Die Erkenntnisse waren nicht immer angenehm, und ein Nein fühlte sich nicht automatisch befreiend an. Ich fragte mich, warum ich so lange weitergemacht hatte. Weshalb hatte ich erwartet, dass die anderen meine Grenzen erkannten, obwohl ich selbst immer wieder darüber hinwegging?
Als es etwas ruhiger wurde, hatte ich noch immer keine fertige Lösung. Aber ich sah deutlicher, was ich nicht länger tragen wollte. Unter all den Aufgaben kam wieder eine Frau zum Vorschein, die in ihrem eigenen Leben vorkommen wollte. Mein schlechtes Gewissen meldete sich weiterhin, und ich fiel auch in alte Muster zurück. Doch das innere Rollo war oben. Ich konnte nicht mehr so tun, als hätte ich nichts gesehen.
Sich selbst verlieren – und im eigenen Leben wieder Platz einnehmen
Am Ende dieser Entwicklungsgeschichte war mein Leben weiterhin in Bewegung. Sechs Wochen reichten nicht, um das, was ich jahrelang getan hatte, einfach hinter mir zu lassen. Aber ich ging anders damit um. Ich wartete nicht mehr nur darauf, dass meine Familie erkannte, was ich brauchte. Ich begann, es selbst auszusprechen. Wenn ich eine Aufgabe nicht übernehmen konnte, durfte sie liegen bleiben oder von jemand anderem gelöst werden.
Lange war ich im Leben der anderen zuverlässig vorgekommen und in meinem eigenen kaum noch. Nun nahm ich dort langsam wieder Platz ein. Das zeigte sich nicht in einer großen endgültigen Entscheidung. Es zeigte sich in einem Nein, das ich nicht zurücknahm, und in Aufgaben, für die ich mich nicht länger sofort verantwortlich fühlte. Mein Weg war nicht abgeschlossen. Aber ich konnte mich wieder sehen. Heute weiß ich: Sich selbst verlieren beginnt nicht erst dann, wenn gar nichts mehr geht. Bei mir geschah es in all den kleinen Momenten, in denen ich Ja sagte, obwohl in mir längst alles Nein sagte.
Zum ersten Mal seit Langem kam ich in meinem eigenen Leben wieder vor.

Für Maren begann die Veränderung mit einem Nein, das sie trotz ihres schlechten Gewissens nicht zurücknahm. KI-Bild.
Petras Sicht: Sich selbst verlieren durch ständiges Ja-Sagen
Welche Anzeichen zeigten sich bei Maren?
Maren nahm ihre Grenze durchaus wahr. Sie spürte, dass ihre Kraft nicht mehr reichte. Das Schwierige war, dieser Wahrnehmung mehr zu glauben als ihrem schlechten Gewissen. Sich selbst verlieren bedeutete bei Maren nicht, dass sie ihre Bedürfnisse überhaupt nicht mehr wahrnahm. Sie nahm sie wahr, hielt die Bedürfnisse anderer jedoch immer wieder für dringlicher.
Nach außen zeigte sie vor allem die Frau, die einsprang und vieles möglich machte. Ihre Familie erlebte ihr Funktionieren, aber kaum die Erschöpfung dahinter. Wer immer wieder sagt „Ich mache das schon“, vermittelt seinem Umfeld, dass keine Unterstützung gebraucht wird – selbst wenn es innerlich längst anders aussieht. Dabei wäre es falsch, Maren die gesamte Verantwortung für ihre Überlastung zuzuschieben. Auch ihr Umfeld hatte einen Anteil an der Situation. Ihr eigener Handlungsspielraum begann dort, wo sie nicht länger verschwieg, dass sie etwas nicht mehr tragen konnte.
People Pleasing und sich selbst verlieren
Für ein solches Verhalten wird heute der Begriff People Pleasing verwendet. Er beschreibt ein erlerntes Verhaltensmuster und keine eigenständige psychische Diagnose.
Bei Maren zeigte sich dieses Muster darin, dass die mögliche Enttäuschung eines anderen für sie schwerer wog als die eigene Überlastung. Ihr schlechtes Gewissen war deshalb kein verlässlicher Hinweis darauf, dass ihre Grenze falsch war. Es zeigte zunächst, wie ungewohnt es für sie war, die eigene Kraft ebenso ernst zu nehmen wie das Anliegen eines anderen Menschen.
Warum Marens Nein so bedeutsam war
Maren musste ausgerechnet ihrem Sohn eine Bitte abschlagen, dem sie in einer schwierigen familiären Zeit gern eine Freude gemacht hätte. Deshalb fühlte sich ihr Nein nicht kraftvoll oder befreiend an.
Grenzen setzen bedeutet nicht, dass sich eine Entscheidung sofort gut anfühlt. Ein schlechtes Gewissen kann bestehen bleiben, obwohl eine Grenze notwendig ist. Maren erlaubte sich dieses Nein nicht erst nach einem Zusammenbruch. Sie nahm ernst, dass ihre Kraft tatsächlich zu Ende war.
Gebraucht werden ist nicht dasselbe wie gesehen werden
Dieser Satz bezeichnet den Kern ihrer Geschichte. Gebraucht zu werden bedeutet zunächst, eine Aufgabe zu erfüllen. Gesehen zu werden schließt den Menschen hinter dieser Aufgabe ein – auch dann, wenn er erschöpft ist oder etwas nicht leisten kann. Maren hatte auf Wertschätzung gehofft und vor allem ihre leistungsfähige Seite gezeigt. Ihre Veränderung begann deshalb nicht allein mit dem Abgeben von Aufgaben. Sie begann dort, wo sie sich mit einem ehrlichen „Ich kann das nicht“ zeigte.
LICHT-Besprechen: Klarheit für den eigenen nächsten Schritt
Beim LICHT-Besprechen verbinde ich die Heilverse des traditionellen Besprechens mit individuell ausgewählten MEVOLYs und dem, was sich während der Begleitung zeigt.
Dabei gebe ich keine Entscheidung vor. Auch die Frage, ob Maren in ihrer Ehe bleiben oder sich in letzter Konsequenz trennen sollte, konnte und wollte ich nicht für sie beantworten. Es ging darum, dass sie ihre Situation klarer erkennen und ihrem eigenen nächsten Schritt wieder vertrauen konnte.
Was Maren während der Begleitung wahrnahm
Maren berichtete, dass ihre Panikattacken und einige ihrer körperlichen Beschwerden während der sechs Wochen zurückgingen. Sie schlief erholsamer und fühlte sich zeitweise ruhiger. Das ist Marens persönliche Erfahrung. Sie stellt keinen Nachweis einer medizinischen Wirkung dar.
Der entscheidende Schritt: sich selbst zeigen
Der wesentliche Schritt dieser Entwicklungsgeschichte liegt für mich nicht in einer endgültigen Entscheidung über Marens Ehe. Er liegt früher: Maren wartete nicht mehr ausschließlich darauf, von ihrem Umfeld gesehen zu werden. Sie begann, sichtbar zu machen, wie es ihr tatsächlich ging.
Wenn du dich in Marens Geschichte wiedererkennst
Vielleicht kennst du dieses schnelle Ja, obwohl du deine Grenze längst spürst. Sich selbst verlieren muss nach außen nicht dramatisch aussehen. Es kann mit einer weiteren Aufgabe beginnen, die du übernimmst, weil sie sonst liegen bleibt.
Wo übergehst du dich selbst, obwohl du bereits weißt, dass dir etwas zu viel ist?
Wie schwer es sein kann, die eigenen Grenzen nicht nur zu erkennen, sondern sie gegenüber anderen zu vertreten, zeigt auch Claudias Entwicklungsgeschichte über Grenzen, Erschöpfung und LICHT-Besprechen.
Wenn du dich in den Erwartungen anderer selbst kaum noch wiederfindest, erfährst du auf meiner Seite mehr über die Begleitung mit dem LICHT-Besprechen.
Kontakt
☀️ Petra Moje
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Über Petra Moje
Das Besprechen ist meine Wurzel.

Die Heilverse wurden in meiner Familie über Generationen weitergegeben. Von meinem Großvater durfte ich sie übernehmen. Seit mehr als 35 Jahren begleite ich Menschen mit dem traditionellen Besprechen und erlebe immer wieder, wie wichtig es ist, den Menschen als Ganzes zu sehen.
Aus dieser langjährigen Erfahrung ist das LICHT-Besprechen entstanden. Es verbindet das traditionelle Besprechen mit modernen Ansätzen der Persönlichkeitsentwicklung und bezieht – wenn es sinnvoll ist – auch die MEVOLYs als energetische Begleiter in den Entwicklungsprozess ein. So entsteht eine individuelle Begleitung, die nicht nur auf das aktuelle Anliegen schaut, sondern auch mögliche innere Zusammenhänge und persönliche Entwicklungsschritte berücksichtigt.
Mein beruflicher Hintergrund
Als ehemalige Heilpraktikerin, Psychoinformatiologin (B. Sc.), Business-Trainerin und Coach verbinde ich traditionelles Wissen mit einem modernen Verständnis von persönlicher Entwicklung. Heute arbeite ich ausschließlich über die Distanz und begleite deutschsprachige Menschen weltweit. Da die Heilverse in meiner Familie über Generationen in deutscher Sprache weitergegeben wurden, findet auch das Besprechen auf Deutsch statt.
Mein Ziel ist es nicht, Menschen Antworten vorzugeben. Ich möchte sie dabei begleiten, wieder Zugang zu ihrer eigenen inneren Klarheit zu finden, Vertrauen in ihren Weg zu entwickeln und ihren nächsten Schritt aus eigener Kraft gehen zu können.
Weitere Entwickungsgeschichten findest du hier:
Grenzen setzen: Claudias Weg aus der Erschöpfung
Hartnäckige Warzen: Das Mädchen auf der Schaukel
Schmerzen nach Gürtelrose: Wenn der Schmerz bleibt
Bücher für Besprechen, Bewusstsein & persönliche Entwicklung
Meine Bücher sind aus meiner täglichen Arbeit mit Menschen entstanden. Sie verbinden traditionelles Wissen, persönliche Erfahrungen und praxiserprobte Methoden. Sie möchten Orientierung geben, Mut machen und dazu einladen, den eigenen Weg bewusster zu gehen.
Zu meinen Veröffentlichungen gehören:
📘 „Besprechen lernen. Ein Leitfaden“
Mein Verlagsbestseller über das traditionelle Besprechen. Mit 48 überlieferten Heilversen, praktischen Anleitungen und Erfahrungen aus mehr als 35 Jahren.
📘 „Entscheiden lernen. Ein Handbuch für die Praxis“
Ein Begleiter für Menschen, die komplexe Entscheidungen bewusster, klarer und mit mehr Vertrauen treffen möchten.
📘 „MEVOLYs – Die Kraft der Transformation“
Ein Buch über Bewusstsein, persönliche Entwicklung und die unterstützende Arbeit mit den MEVOLYs.
📘 „Dein MEVOLY-Tagebuch – 90 Tage für deine Transformation“
Ein Workbook mit täglichen Impulsen, Reflexionsfragen und Raum für die eigene Entwicklung.
➡️ Leseproben, weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten zu allen Büchern findest du auf meiner Bücherseite.
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Sich selbst verlieren kann leise geschehen. In dieser Entwicklungsgeschichte erzählt Maren, wie sie immer für andere da war,
