Internat finden

Unser Kopf-, Herz- und Bauchgefühl war gewissermaßen im Ausnahmezustand, als wir uns aufmachten, das beste Internat für unsere Töchter zu suchen. Tausend Fragen schwirrten uns bei der Internatssuche durch den Kopf: Was genau ist zu bedenken? Worauf sollten wir uns verlassen? Eine Internatsberatung? Die Aussagen der Ehemaligen, die Foren mit Bewertungen, die Außenwirkung des Internates, die Entscheidung unseres älteren Kindes – damals 10 Jahre alt – oder auf unser alleiniges Bauchgefühl?

Letztendlich haben wir auf Tools aus meiner Zeit als Business-Trainerin und Coach zurückgegriffen und damit weise entschieden, denn sie führten beide Töchter durch jeweils acht Jahre Schloss Torgelow.

Doch zwischendurch gab es Momente, die uns als Eltern und auch unsere Töchter haben zweifeln lassen, ob sie nach wie vor richtig aufgehoben sind. Jedes Mal konnten wir den Entscheidungsprozess zum Guten abkürzen, denn die mittlerweile entwickelte und perfektionierte Methode „Komplexe Entscheidung. Auf den Punkt. Jetzt.“ konnte innerhalb kürzester Zeit alle Zweifel ausräumen. Beide Töchter absolvierten somit ein erfolgreiches Abitur auf Schloss Torgelow. In unserem Fall war das also die passende Internatsentscheidung. Generell kann man aber sagen, die Internatsfindung, die komplexe Entscheidung, die letztendlich ansteht, ist absolut individuell. Für den einen Schüler kann es zum Beispiel auch gut sein, ins Ausland auf eine Privatschule zu gehen, für ein Kind mit Hochbegabung gibt es womöglich andere Prioritäten bei der Wahl des besten Internats.

Bei Hochbegabung das beste Internat finden – unsere Vorgeschichte

Gern beschreibe ich hier den Weg, den wir eingeschlagen haben. Wie bei vielen Eltern, die beschließen, ihre Kinder ins Internat zu geben, hatte es auch bei uns Schwierigkeiten mit der Schule gegeben. Unsere beiden Töchter sind hochbegabt und waren in der örtlichen Grundschule nicht am richtigen Platz. Nach einigem Hin und Her fanden wir eine alternative Schule, die allerdings 35 km von unserem Wohnort entfernt lag. Der Schulwechsel, durch das niedersächsische Kultusministerium unterstützt, war eine für uns aufwändige und komplexe Entscheidung. Doch es lohnte sich: Junge engagierte Lehrer banden unsere Tochter ganz normal in die Klasse ein und forderten sie dennoch, ohne dass sie dabei eine Sonderbehandlung erfuhr. Das war großartig und schaffte emotionale Stabilität, die sie zuvor verloren hatte. Für unsere Tochter bedeutete das aber auch einen Einschnitt in ihr soziales Umfeld. Wenn man so weit weg von seiner Grundschule wohnt, kann man sich eben nicht mehr so spontan mit Klassenkameraden verabreden, wie das früher möglich war. An die Zeit nach der Grundschule aber dachten wir mit Bangen.

Hanni und Nanni halfen bei der Entscheidung für ein Internat

Glücklicherweise hatten unsere Töchter schon immer gerne „Hanni und Nanni“ gehört, die Kassetten, die auch ich aus meiner Kindheit noch kannte. Irgendwann kam dann das Thema Internat ganz automatisch auf den Tisch. Zusätzlich fanden wir am Tag darauf zufällig einen Flyer von Schloss Torgelow in einem Magazin, das wir bezogen. Unsere Tochter, die damals bereits fit am PC war, hatte selbstständig nach Internaten gesurft und wir beschlossen schließlich, sie solle das Internatsleben in einem Sommercamp in Schleswig-Holstein erfahren. Natürlich wussten wir damals noch nicht, ob das das richtige Internat für unser Kind sein könnte. Aber es war eine gute Möglichkeit, in diesen Alltag einmal hineinzuschnuppern. Eigentlich waren wir sehr skeptisch, ob unsere Tochter allein diesen Aufenthalt von zwei Wochen ohne uns überstehen würde. Doch als wir während ihres Aufenthaltes mit ihr telefonierten, sagte sie:

„Internat ist cool, aber hier möchte ich nicht unbedingt her“.

Ihre größte Sorge galt damals den Freizeitangeboten… Sensibilisiert nahmen wir den Flyer von Schloss Torgelow erneut zur Hand und vereinbarten dort ein Kennenlerngespräch. Mittlerweile hatten wir uns ja auch mit den Kosten für diverse Internate beschäftigt. Neben dem persönlichen Druck, der Angst durch eine falsche Internatsentscheidung das Glück und die Entwicklung unserer Kinder zu gefährden, kam hinzu, dass die hohen Internatskosten noch einmal unterstrichen, wie bedeutsam die Wahl des richtigen Internats war. Wenn man bereit ist, für etwas zu bezahlen, was man an der staatlichen Schule kostenlos bekommt, muss man einen entsprechend hohen Gegenwert bekommen, der diese Kosten rechtfertigt. Der Internatsleiter, der ehemalige Schulleiter und die leitende Mentoratsleiterin nahmen sich unserer an. Es war sommerlich warm an diesem Tag und wir konnten beobachten, wie die jüngeren Schüler vom Steg in den See sprangen. Um ehrlich zu sein, ging mir als Mutter bei der Idylle das Herz auf und das ausgelassene Lachen der Schüler war nicht zu überhören. Jede unserer Fragen zum Internatsleben wurde beantwortet und insbesondere auf unsere Töchter wurde – obwohl sie ja noch sehr jung waren- eingegangen.

Das beste Internat ist das, in dem wir uns „richtig“ fühlen!

Auch zu zwei Internatsschülerinnen hatten wir Kontakt. Sie zeigten uns die Räumlichkeiten und sollten sich umgekehrt auch von unseren Töchtern ein Bild machen. Im Nachhinein erfuhren wir, dass ihre Einschätzungen mit in die Entscheidung einflossen, ob neue Schüler auf Schloss Torgelow genommen wurden oder nicht.
Ein besonderes Erlebnis möchte ich noch hervorheben. Der Internatsleiter wurde während unseres Treffens von einem Schüler angesprochen.
Dieser sagte: „Das war echt cool von Ihnen. Danke, dass Sie meiner Mutter nichts verraten haben!“ Ein schelmisches Lächeln und Erleichterung gingen durch sein Gesicht. Dieses kurze Gespräch vermittelte uns ein wirklich gutes Gefühl.

Das Internat ist für die Schüler auch ein Zuhause – die Bezugspersonen teilweise Elternersatz

Doch das, was meinem Herzen als Mutter das absolute OKAY gab, war die Mentoratsleiterin und damalige Betreuung / Mentorin der jüngsten Schülerinnen. Sie vermittelte mir sofort das Gefühl, dass unsere Tochter einen herzlichen Mutterersatz mit viel Wärme, Verständnis, Umsichtigkeit, Fürsorge und Erfahrung erhalten würde. Eine Begegnung, die bei mir als Mutter nachhallte. Und unsere Töchter schlossen sie ebenfalls sofort ins Herz – was sich bis heute nicht geändert hat. Letztendlich gab uns diese Mentorin das Gefühl, dass unsere Kinder dort gut aufgehoben sind. Auf dem Nachhauseweg wurde es im Auto sehr still. Jeder von uns versank in seinen Eindrücken und Gedanken. Mein Mann und ich waren völlig überwältigt und beide hatten wir den Gedanken, wow – so etwas hätte man auch uns als Kinder anbieten sollen. Wir hätten beide sofort ja gesagt. Doch die Entscheidung unserer Tochter stand im Raum und sollte ausschlaggebend sein. Auf die Frage hin: „Was würdest du tun, wenn sie dich in diesem Internat nicht annehmen?“ antwortete sie sofort und mit fester Stimme:

„Dann gehe ich auf ein anderes Internat – aber in jedem Fall ein Internat – und ich glaube, sie nehmen mich.“

Nach ein paar Tagen wiederholte sie ihre Entscheidung und für uns stand es fest, jetzt muss das passende Internat wirklich her. Gott-sei-Dank erhielt unsere Tochter wenige Tage vor Weihnachten ein tolles Geschenk: Die feste Zusage. Sie würde ab dem kommenden Sommer Internatsschülerin auf Schloss Torgelow sein. Weihnachten war gerettet.

Ein Tool aus der Werkzeugkiste des Coachings hilft, das beste und richtige Internat zu finden

Von dem Augenblick an habe ich mich damit auseinandergesetzt, dass sie schon bald nicht mehr täglich bei uns sein würde und wirklich jedes Für und Wider durchdacht. Genau dabei halfen mir verschiedene Business-Tools zur Entscheidungsfindung. Doch immer wieder war dieser Zweifel da, ob auch wirklich alles bedacht ist. Wir hatten ja auf die Unterstützung einer Internatsberatung verzichtet, hatten die komplexe Entscheidung für das beste und passende Internat ganz allein getroffen.

Doch eine Technik ließ mich sicher sein: „Komplexe Entscheidungen. Auf den Punkt. Jetzt.“.

Hierbei geht es darum, eine Art Zeitsprung vorzunehmen und sich in eine zukünftige Situation hineinzubegeben. Dort zu verweilen und wirklich zu spüren, wie es einem geht. Das hört sich jetzt vielleicht nach einem putzigen Gedankenspiel an – aber entscheidend ist das Ergebnis! Diese Technik fällt in den Rahmen der Phänomenologie. Während der Anwendung wechseln die Emotionen der Situation entsprechend und unsere Körperzellen geben uns ein Signal, als würden wir uns eben tatsächlich gerade in dieser Situation befinden. Wir spüren Traurigkeit, Freude, Motivation und Elan, ebenso Resignation, Überforderung und vieles mehr.

Es geht in dieser Phase darum, mit der richtigen Fragestellung – dem Kind / dem Schüler entsprechend zu agieren und genau das spiele ich mit den Kindern / Schülern und Eltern durch, damit sie das beste Internat finden. Sie sollen künftig dort sein, wo es ihnen wirklich gut geht und sie sich wohlfühlen, Freunde und ihren ureigenen Weg finden. Sicherlich ist die Internatsfindung ein schwieriger Prozess, doch ebenso ein dankbarer. Wenn man unmögliche Erwartungen meint erfüllen zu müssen, weil die Entscheidung so bedeutsam ist, dann ist das eine belastende Situation und kontraproduktiv. Deshalb ist es wichtig, den Bauch, das Herz und den Kopf – alle gemeinsam – in diese Entscheidungsfindung – „Komplexe Entscheidungen. Auf den Punkt. Jetzt.“ einzubeziehen.

In unserem Fall spielten dabei andere Internate überhaupt keine Rolle mehr.

Es stand von Anfang an fest, Schloss Torgelow passt! Auch in diesem Sinne haben wir darauf verzichtet, eine zusätzliche Internatsberatung in Anspruch zu nehmen. Ich will in keinem Fall davon abraten. Gerade wenn die Kinder / Schüler älter sind und bereits Vorstellungen, Begabungen oder Interessen vorliegen, macht es Sinn, die zukünftige Schule und Ausrichtung weise zu wählen. Bei der umfangreichen Auswahl an Internaten ist es ratsam, sich eine fachmännische Internatsberatung zu suchen, die ich gern mit meinem Programm „Komplexe Entscheidungen. Auf den Punkt. Jetzt. “ abrunde. Damit erlangen Familien die Sicherheit, dass ihr Kind im Internat wirklich bestens aufgehoben ist. Als Coach für Eltern, die vor der komplexen Entscheidung stehen: „Welches Internat passt am besten zu meinem Kind?“, freue ich mich auf unseren Kontakt:

„Meine Form der Internatsberatung unterscheidet sich im Wesentlichen dadurch, dass ich Ihnen keine Vorauswahl an Internaten anbiete, sondern genau diese aufs Korn nehme. Meine Beratung gilt nicht für bestimmte Internate, meine Beratung dient dem Kindeswohl.“

Die Internatssuche ist eine der komplexesten Entscheidungen, vor der Sie stehen können. Deshalb habe ich mich darauf spezialisiert Eltern mit Kindern im Internat zu beraten und alle, die vor anderen extrem komplexen Entscheidungen stehen. Hierbei wählen wir aus einer Vorauswahl an Internaten dasjenige aus, auf dem Ihr Kind sich am wohlsten fühlen und zusätzlich erfolgreich wird.

Nur der Name eines Internates macht noch lange keine guten Schüler, die dort glücklich sind.

Es gilt, das Rund-um-sorglos-Paket zu schnüren, was ganz individuell zu Ihrem Kind passen sollte. Genau das runde ich durch meine Beratung ab.

Stellen Sie sich einmal vor, Ihr Kind geht in ein renommiertes Internat und ist unglücklich…

Hui, was für eine Belastung!
Gerade damit diese Situation nicht entsteht, macht es für alle Sinn, die emotionale Ebene im Vorfeld zu checken. Eben das Gesamtpaket aus Herz-, Kopf-, und Bauchgefühl zu einem dicken Strang zu verknüpfen, der einen festen Halt für die ganze Internatszeit bildet. Dazu gehören neben der schulischen Laufbahn die individuelle Betreuung und Angebote, Auslandsaufenthalte, das räumliche Umfeld, Schuluniformen, freundschaftliche Beziehungen, das Freizeitangebot, die Hin – und Rückreise und, und, und. Alles muss bedacht werden, denn es sind Faktoren, die einen Internatsaufenthalt abrunden. Ich berate auch zu Internaten und Privatschulen in Deutschland, England, Kanada und der Schweiz. Über internationale Internate erfahren Sie in der Regel in Deutschland wenig. Hier habe ich einen anderen Blick und Sie erfahren, was wirklich zählt.

Damit sich keine belastende Situation einstellt, helfe oder entlaste ich während des Aufenthalts im Internat dadurch, dass Alternativen in Betracht gezogen werden und an die Situation angepasst werden können. Ich führe Internatsschüler „zur Probe“ in eine vergleichbare Situation, in der sie genau wahrnehmen, ob sie sich dort wohlfühlen oder nicht. Selbst die Möglichkeit, bestimmte Rahmenbedingungen zu verbessern, loten wir aus. Dieses Tool und weitere Hilfsmittel konnte ich als Business-Trainerin und Coach in Unternehmen perfektionieren und wende es heute erfolgreich für Privatpersonen und Internatsschüler an: „Komplexe Entscheidungen. Auf den Punkt. Jetzt.“ an.

Zur Umsetzung ist es wichtig, in einem entspannten Umfeld zu arbeiten. Gern besuche ich Sie deshalb Zuhause. Wir lernen uns kennen und ich erfahre die Umstände der aktuellen Entscheidungs-Situation mit allen Wünschen und Vorstellungen. Erfahrungsgemäß benötigen wir dafür einen Tag.

Schauen Sie für weitere Details gern auf meine Homepage.
Ich freue mich auf Sie!

Ihre Petra Moje

Sie haben eigene Erfahrungen zum Thema gesammelt?
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