Soll ich den Sprung in die Selbständigkeit wagen? Ist die Auswanderung mit der ganzen Familie der richtige Weg? Bauen wir ein Eigenheim oder kaufen wir eine ältere Immobilie? Ist es klug, mit meinem Lebenspartner einen größeren Kredit aufzunehmen? Soll ich das Jobangebot annehmen oder nicht? Immer wieder stellt uns das Leben vor komplexe Entscheidungen, die weitreichende Folgen haben. Idealerweise sind beim Fällen dieser Entscheidung sowohl der Verstand als auch das eigene Herz und das so genannte Bauchgefühl beteiligt. Was sich dabei an Methoden im Businessbereich etabliert und als sinnvoll herauskristallisiert hat, das wende ich nach jahrelanger Erfahrung im Coaching von Unternehmern in etwas modifizierter Form auch bei privaten Klienten an. Die Entscheidungsfindung benötigt immer Zeit und eigene Intuition, egal ob die komplexe Entscheidung sich dann wirtschaftlich – wie in einer Firma – oder persönlich bei einer Lebensentscheidung auswirkt.

Zwei dieser Tools möchte ich Ihnen heute kurz vorstellen. Sie sind nur ein kleiner Teil der möglichen Methoden, mit denen ich Sie darin unterstütze, eine komplexe Entscheidungen klug zu fällen. Ganz individuell kann ich die einzelnen Techniken je nach Art der anstehenden Entscheidung auswählen, aber auch nach der einzelnen Persönlichkeit, die sich mit der Frage an mich gewandt hat.

 

 

Der Entscheidungsbaum für komplexe Entscheidungen

Menschen, die etwas vor sich sehen müssen, um sich zu konzentrieren und Personen, die eher zu logischen Entscheidungsfindungen neigen, kann der Entscheidungsbaum helfen. Allerdings ist nicht jede Entscheidung geeignet dazu, mit dieser Methode getroffen zu werden. Ähnlich wie im Fußball, wenn es in K.O.-Runden darum geht, im Wettbewerb zu bleiben, beginnt hier damit, zwei Alternativen einander gegenüber zu stellen.

 

Die komplexe Entscheidung wird so Stück für Stück auf kleinere Entscheidungen heruntergebrochen.

 

Jede Option für die eine oder andere Zwischenentscheidung, die gewinnt, kommt gewissermaßen in die nächste Runde.

Nehmen wir an, Sie denken darüber nach, sich ein neues Auto zu zulegen. Was ist Ihre erste Entscheidung dazu? Geleast, finanziert oder bar bezahlt? Neu oder gebraucht? Diesel oder Benziner? Je nachdem, wie die erste, die relevanteste Frage beantwortet wurde, stehen dann die nächsten Entscheidungen an. Spannend dabei: Welche Prioritäten Sie selbst bei diesen Entscheidungsfragen haben, wird Ihnen plötzlich deutlich, wenn Sie mit dem Entscheidungsbaum arbeiten. Er hilft, sich die eigenen Wünsche und Bedürfnisse bewusst zu machen und er hilft auch – weil dazwischen immer Entscheidungen anstehen, die aus dem Bauch heraus getroffen werden – sich darüber klar zu werden, was einem selbst wichtig ist. Am Ende steht so nicht nur eine kluge komplexe Entscheidung, sondern auch neues Wissen darüber, wo man die eigenen Schwerpunkte setzt.

 

 

Komplexe Entscheidungen mit der Mainstreammethode

Ähnliche Effekte hat auch die Mainstream-Methode, wie wohl sie ganz anders funktioniert: Hierbei stellen Sie sich eine Gruppe unterschiedlicher Menschen vor, denen Sie Ihre aktuelle Entscheidungsfrage stellen würden. Überlegen Sie sich spaßeshalber, was ein Geistlicher, ein Politiker, Ihr Bäcker an der Ecke oder auch Ihre beste Freundin raten würde. In welche Richtung tendieren die einzelnen Menschen, wie würden sie Ihre komplexe Entscheidung angehen? Dabei kommt es weniger darauf an, am Ende eine Mehrheit zu finden, die Frage zu klären, ob die meisten dieser Leute zu Möglichkeit A oder B neigen würden, sondern vielmehr darum, andere Perspektiven einzunehmen.

 

Wir neigen dazu – und das zieht sich durch die vielen kleinen und weniger wichtigen Entscheidungen in unserem Alltag – auf Erfahrungswerte zurückzugreifen.

 

Das können auch die Erfahrungswerte anderer Menschen bei komplexen Entscheidungen sein. Im Alltag nutzen wir unbewusst eine Art Schwarmwissen, eine Erfahrung, die der Mainstream gemacht hat. Wir kaufen vielleicht lieber ein Markenprodukt als ein Günstiges, weil wir erwarten, dabei sicher Qualität zu bekommen. Tatsächlich kann dieser Eindruck aber auch nur entstanden sein, weil viele Menschen etwas weitertragen, ohne es zu reflektieren. Auch sie unterliegen dabei diesem unbewussten Vertrauen, dass das, was die meisten tun und denken, wohl richtig sein wird.

Bei komplexen Entscheidungen erweitert man das gezielt, indem man sich eben der oben beschriebenen heterogenen Gruppe widmet.

 

Worauf jeder Einzelne achten würde, was ihm wichtig wäre, bei der anstehenden Entscheidung, macht man sich bewusst. In dem Moment, in dem man sagt „mein Bäcker wäre bestimmt für ein Auswandern seiner ganzen Familie, weil ihm klar ist, dass er seinen Beruf überall ausüben kann“ oder „der Politiker würde auf die schlechteren Bildungschancen seiner Kinder in dem fremden Land hinweisen“, oder auch „meine beste Freundin würde Sorge haben, dass sich die Kinder von den Großeltern entfremden“, finden wir intuitiv die verschiedensten Argumente, die bei der komplexen Entscheidungsfindung wichtig sind.

 

Beispielhaft waren das zwei Techniken, die einem helfen, eine komplexe Entscheidung zu treffen.

 

Davon gibt es aber noch viel mehr in meiner Werkzeugkiste aus der jahrelangen Praxis im Business-Coaching und Training. Rufen Sie mich an, wenn bei Ihnen eine wichtige Entscheidung ansteht, gerne können wir in einem ersten Telefonat klären, wie ich Sie bei Ihrer Entscheidungsfindung unterstützen kann.

 

Sie haben eigene Erfahrungen zum Thema gesammelt?
Lassen Sie mich gern daran teilhaben. Ihre Kommentare sind herzlich willkommen.

 

 

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