Heimweh liebevoll vorbeugen - Petra Moje

9 hilfreiche Impulse, die Sie einpacken sollten

Wenn die eigenen Kinder ins Internat gehen, kann man sich vorher viele Gedanken darüber machen und sich gemeinsam darauf einstimmen. Eines wird man jedoch nicht komplett verhindern können: Irgendwann kommt Heimweh auf. Der Wunsch, dem Heimweh im Internat liebevoll vorbeugen zu wollen, kann da wohl jeder verstehen. Die Familien, die ich durch die Internatsfindung begleitet habe, betreue ich auch danach weiter. Daher weiß ich, wie belastend es für alle sein kann, wenn das Kind weinend anruft. Es tut einem als Eltern im Herzen weh, wenn sie wissen, dass viele Kilometer entfernt gerade geweint wird. Auch aus eigener Erfahrung kenne ich das natürlich.

Meine beiden Töchter waren ebenfalls im Internat

Die älteste war gerade mal zehn Jahre alt, als sie ihre Internatszeit auf Schloss Torgelow begann. Wir hatten uns damals sogar eine Wohnung im Nachbarort angemietet, um notfalls schnell vor Ort sein zu können. Tatsächlich bleiben uns als Eltern aber nur zwei Möglichkeiten, dem Heimweh zu begegnen:
1. Sie agieren besonders vorausschauend und beugen Heimweh liebevoll vor.
2. Sie reagieren und lindern Heimweh liebevoll.
Am besten ist, dass sie sich mit beiden Möglichkeiten vertraut machen.

Dem Heimweh im Internat liebevoll vorbeugen: Viel „Zuhause“ ins Internat mitgeben!

Mir war es wichtig, unseren Kindern viel Zuhause mitgeben zu können. Einen emotionalen Halt zu schaffen, der sie auch herausfordernde Momente überstehen lässt. Generell war meine große Tochter ein sehr anhängliches Mädchen. In unserem Umfeld wurde bereits abfällig über unsere Entscheidung für ein Internat gesprochen. Alle waren sich sicher, sie würde schnell das Handtuch werfen… Lesen Sie hier weitere Erfahrungsberichte zum Thema Entscheidung Internat.

Entscheidung Internat - Petra Moje

Unsere Überlegungen und Hilfestellungen haben gepasst

Sie hatte zwar zwischendurch mal Heimweh und auch Krokodilstränen kullerten, doch generell fühlte sie sich wohl. Tolle Freunde standen ihr zur Seite. Sie war in einem kleinen Klassenverband von 8 Schülerinnen und Schülern ideal aufgehoben. Bis auf wenige Ausnahmen kam sie fast jedes Wochenende nach Hause. Im Jahr darauf wurde dann auch ihre jüngere Schwester aufgenommen. Beide teilten sich in den ersten Jahren ein Zimmer. Das war dann so viel Zuhause, dass im dritten Jahr die Freunde im Ranking nach oben gestellt wurden. Fortan übernahmen sie das Trösten, bis auf wenige Ausnahmesituationen, in denen dann doch die schwesterliche Vertrautheit den besonderen Halt gab. Es ist aber nicht die Regel, dass Geschwister im Internat diese enge Verbundenheit leben können.

Bei Heimweh im Internat füreinander da sein - Petra Moje

Mit jedem Jahr trat das Heimweh weiter in den Hintergrund

Unsere Mädels hatten sich arrangiert: Wenn gar nichts mehr ging, griffen sie zum Telefon oder in ihre Notfallbox. Das Alter spielte beim liebevollen Heimweh vorbeugen allerdings kaum eine Rolle. Auch Erwachsene können in Ausnahmesituationen hineingeraten. Fehlt jedoch der liebevolle Arm oder die Unterstützung der Eltern beim Heranwachsen, ist es nie schön. Im Internat ist es dann die Situation, die die Entscheidung, ob ein Internat überhaupt passt und richtig ist, immer wieder in Frage stellt.

Diese Situation ist herausfordernd und verlangt den Eltern und Kindern viel Kraft ab

Dem kann man entgegenwirken. Wenn schon ein Internat, dann folgt die Frage, welches. Dieser intensive Entscheidungsprozess muss daraufhin durchlaufen werden. Im Rahmen meines EntscheidungsCoaching haben Eltern und Kinder immer wieder besondere Schlüsselerlebnisse. Diese stellen sicher, dass die komplexe Entscheidung ideal getroffen wird.

Sicherlich erwischt das Thema „Heimweh im Internat liebevoll vorbeugen“ jede Familie

Das Gute daran ist, dass eine Überprüfung der Situation für die Entscheidung wertvoll ist. Da sich Rahmenbedingungen im Internat ändern können, sollten diese weiterhin beachtet und ausgeglichen werden.

Hier unterstütze ich Familien durch ein erneutes EntscheidungsCoaching

  • Auf der Suche nach dem idealen Internat – beim Finden des Wohlfühlinternates
  • Das Überprüfen der Auswahl in Kooperation mit anderen Internatsberatungen & Agenturen
  • Das aufs Korn nehmen des Internates, in dem sich Ihre Kinder befinden
  • Ebenso coache ich Eltern von Kindern im Internat, sich mit den Veränderungen zu arrangieren

Beugen Sie Heimweh im Internat mit liebevollen Impulsen vor

In den Koffer gehören definitiv Glücksmomente und familiärer Halt:

  • Das liebe alte Kuscheltier… Die Frage ist nur, ob die Coolness siegt, oder das Selbstbewusstsein
  • Die Lieblingsschokolade oder -nascherei in die Notfallbox stecken
  • Ein Brief für Notfälle, in dem Sie Ihr Kind an eine Situation erinnern, in der Sie sehr stolz auf es waren, weil es sie bewältigt hat
  • Einen Geheimcode vereinbaren. Wird er ausgesprochen, ist es wirklich ernst und eine absolute Notsituation
  • Eine liebevolle Sprachnachricht auf das Handy, den PC oder einen anderen Datenträger speichern
  • Das Kind entscheiden lassen, was zu tun ist, damit es besser wird. Z.B. mit Freunden etwas unternehmen, Betreuer um Hilfe bitten, Bachblüten nehmen, sich auf den gemeinsamen Familienausflug am Wochenende einigen und freuen, etc.
  • Fotos und Bilder mit tollen Erinnerungen und Glücksmomenten
  • Ätherische Öle, um Stimmungen aufzuhellen – siehe auch Heimweh im Internat – was schnell hilft
  • Bachblüten, um homöopathisch zu unterstützen – siehe auch Heimweh im Internat – was schnell hilft
Heimweh im Internat - was schnell hilft - Petra Moje

Was Sie sonst noch tun können, um Heimweh im Internat zu begegnen

  • Geben Sie das sichere Gefühl, dass Ihr Kind jederzeit zurück kann, sofern es das möchte
  • Bleiben Sie im offenen Kontakt. Nehmen Sie an den Wochenenden am Leben Ihrer Kinder teil, lassen Sie sich von der Internatszeit berichten um up-to-date zu bleiben
  • Stellen Sie einen wertschätzenden Kontakt zu den betreuenden Personen im Internat her. Doch bitte bedenken Sie, dass diese ihren Job verstehen und Kinder sich in einem anderen Umfeld manchmal anders verhalten. Lassen Sie sich die vorausgegangene Situation, sofern sie der Auslöser für Heimweh im Internat war, auch aus dem Blickwinkel der involvierten Betreuer schildern!
  • Hören Sie auf Ihr Herz- und Bauchgefühl in Bezug auf Ihr Kind

Niemand kennt Ihr Kind besser als Sie!

Wir haben unsere jüngste Tochter einmal nachts um 2.00 Uhr abgeholt, weil der erste Liebeskummer sie getroffen hatte. Da war uns die Schule, das Internat und alles andere völlig egal. Sie gehörte für ein paar Tage nach Hause, in liebevolle Arme und einen beschützten Raum.

Im Internat zu leben bedeutet auch, persönlich zu wachsen

Genau dafür erhalten Ihre Kinder viel Erfahrungsraum. Je älter sie werden, umso mehr lernen Sie zu reflektieren, eigenverantwortlich zu agieren und reagieren sowie Sozialkompetenz aufzubauen. Das Internat bietet dafür Erfahrungsräume und Möglichkeiten. Außerdem gibt es beim Heimweh noch einen Aspekt, den Sie niemals unterschätzen sollten: Heimweh kann auch ein Indiz dafür sein, dass Sie eine liebevolle Bindung zu Ihren Kindern aufgebaut haben. Ein großartiges Geschenk, von dem nicht jede Familie sprechen kann.

Von Herzen wünsche ich insbesondere Ihren Kindern eine glückliche, erfolgreiche und wertvolle Zeit im Internat!

Sie benötigen Unterstützung bei der Internatswahl oder zweifeln Sie Ihre bereits getätigte Entscheidung an? 
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Gern bin ich für Sie da. Passen wir zueinander? 

Ihre Petra Moje

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